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NIKKI YANOFSKY “NIKKI”

 

 

Nikki Yanofsky - Nikki

Die 16jährige habe ich bereits im jazzigen April-Newsletter vorgestellt. Kurz danach erschien ihr Debut Album und es hat dafür gesorgt, dass Kritiker und Musikliebhaber seitdem wuselig sind von ihrer Erscheinung und Stimme. Weltweit wurde man auf sie aufmerksam, als sie die bei der Eröffnung der Winterolympiade die kanadische Nationalhmyne gesungen hat. Mit dem Album, das Phil Ramone produzierte, lässt sie Kolleginnen wie Krall und Jones weit hinter sich.

 

 

 

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TITELVERZEICHNIS:

Take The “A” Train
Never Make It On Time
I Got Rhythm
For Another Day
God Bless The Child
Cool My Heels
You’ll Have To Swing It (Mr. Paganini)
Bienvenue Dans Ma Vie
First Lady
On The Sunny Side Of The Street/Fool In The Rain
Grey Skies
Try Try Try
Over The Rainbow
I Believe (Bonus Track)

Note:

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Bereits beim ersten Stück, dem Klassiker “Take The A Train” zieht sie gehörig “vom Leder”. Das Orchester swingt toll, der “olle” ausgelutschte Klassiker verstrahlt gute Laune und verführt unvermittelt zum rhythmischen Fingerschnippen. Tolles Trompetensolo, tolle Piano-Licks und dass die 16jährige scatten kann, zeigt sie am Ende des Songs, in dem sie die orchestralen Riffs einfach doppelt.

Never Make It On Time” ist modern, hat einen funky Groove, schielt etwas in Richtung “Alanis Morissette” mit seiner rock-poppigen Ausrichtung. “I Got Rhythm” schleicht sich aus den Lautsprechern, der Kontrabass windet sich um Nikki’s Stimme und der Schlagzeugbesen treibt den Vibe kaum merklich an und nach einer Minute gibt es den Rhythmuswechsel und dann geht die Post ab.

Dass sie sich auch auf romantischem Terrain sicher fühlt, zeigt sie in der Ballade “For Another Day” - einem ruhigen, fast akustischen Song mit gefühlvoller Perkussion. Swing-bluesig wird’s in “God Bless The Child” - auch hier überzeugt sie mit intensivem Vortrag. Nach der rockigen & radiotauglichen Eigenkomposition “Cool My Heels”, die locker mit gängigen Chart-Produktionen mithalten kann - wird mit Sicherheit auch noch als Single veröffentlicht - lässt sie wieder ihre “Ella” vom Stapel. Nicht von ungefähr. Nikki bezeichnet Ella Fitzgerald als ihren grössten Einfluss. 2007 hatte der Produzent Toni LiPuma für das Label Verve Records das Tribut Album “We All Love Ella: Celebrating The First Lady Of Song” zusammen gestellt, NIKKI YANOFSKY beteiligte sich mit einem Song, der Rest ist Geschichte. Aufgrund des guten Feedbacks auf den Beitrag des damals 13jährigen kam es zum 2008er Debut “Ella ... Of Thee I Swing” und zum Auftritt der jüngsten Sängerin aller Zeiten beim Montreux Jazz Festival

Die frankokanadische Seite präsentiert sie im swingenden Gypsy-Chanson “Bienvenue Dans Ma Vie”. Hier zielt man auf junges Publikum, das sich bisher nicht von den originalen Klassikern der Legenden Django Rheinhardt oder Stephane Grapelli angesprochen fühlte. Im sweet-souligen “Try Try Try” bewegt sie sich in der Spur von Joss Stone (war die nicht auch 16, als sie ihren Durchbruch schaffte?). Am Ende gibt es nach einem tollen “Over The Rainbow” noch die Power Ballade “I Believe”, die auch ihre erste Single gewesen war und mit der sie den Durchbruch in den USA geschafft hatte.

FAZIT:

Langsam werde ich zum Edelfan der kanadischen Musikszene. Unglaublich finde ich nur - obwohl “die Kleine” bereits weltweit bekannt ist - dass sich die hiesige Tonträgerindustrie wieder mal im Tiefschlaf befindet und nicht dafür sorgt, dass Musikliebhaber hierzulande auch etwas vom leckeren Yanofsky-Häppchen abgekommen.

Produced by Phil Ramone

Für alle Fans von: Ella Fitzgerald - Norah Jones - Diana Krall

Veröffentlichung: 20. April 2010 (Decca Records)

Webseite: http://www.nikkiyanofsky.com/

KAUFEMPFEHLUNG:  KKKKKKKKKK(1,937)